Pressemitteilung März 2026
Tage der offenen Ateliers und Werkstätten – so viele Ausstellende wie noch nie
Kunst, Design und Handwerk: Am 25. und 26. April zeigen rund 40 Kreativschaffende im Münchner Dreimühlenviertel ihre neuen Arbeiten
Im Frühling bieten die Dreimühlentage Interessierten wieder eine gute Gelegenheit, gleich mehrere der Werkstätten und Ateliers zu entdecken, die teils versteckt in Hinterhöfen liegen und normalerweise nicht für Laufpublikum geöffnet sind. Die gemeinsame Aktion von Kreativschaffenden aus dem Dreimühlenviertel hat sich fest im Münchner Veranstaltungskalender etabliert und zieht Jahr für Jahr mehr Besucher an.
So öffnen am letzten Aprilwochenende ortsansässige Dreimühlenviertler und einige Gastaussteller ihre Türen, um aktuelle Arbeiten zu zeigen: hochwertigen Gold- und Silberschmuck, Bildhauerei, Fotografie, Malerei, Zeichnungen und Illustrationen, aber auch Artprints und Postkarten in Kleinauflagen. Außerdem Mode, von nachhaltigem Feinstrick über Herren-Maßanfertigungen bis zur leuchtend bunter Couture in afrikanischem Mustermix, Lederwaren wie Taschen und Gürtel, Keramikarbeiten und -geschirr, Wohn- und Designobjekte sowie nachhaltige Produkte und Projekte.
Für die Kreativen selbst sind die Dreimühlentage ein wichtiger Termin im Jahr. Viele von ihnen bereiten sich wochenlang darauf vor, um neue Stücke oder ganze Kollektionen rechtzeitig fertigzustellen. Am Veranstaltungswochenende empfangen sie das Publikum in liebevoll hergerichteten Räumen. Sie freuen sich über Fragen und Austausch und nehmen individuelle Aufträge an.
Das kleine Dreimühlenviertel liegt für sich, fast wie ein Dorf inmitten der Stadt, zwischen Isar, Glockenbach- und Schlachthofviertel. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Arbeiterviertel errichtet und wirkt mit seinem Kopfsteinpflaster und den großzügigen Altbaufassaden ruhig und unaufgeregt. Das Viertel besteht aus nur wenigen Straßenzügen rund um die Dreimühlenstraße und drei kleinen Plätzen, dem Dreimühlenplatz, dem Roecklplatz und dem Platz an der Reifenstuelstraße. Der erste Blick lässt kaum vermuten, welch lebendige kreative Szene es hier gibt. Mit der Nähe zur Alten Utting und zum Bahnwärter Thiel sowie zu drei großen Kulturstätten der Stadt München – Gasteig HP8, Münchner Volkstheater und Kulturzentrum LUISE – befindet sich das Dreimühlenviertel auch räumlich inmitten kulturellen Stadtgeschehens.
Im positiven Sinn erstaunlich ist, dass sich trotz steigender Mieten neben den alteingesessenen Künstlern regelmäßig neue, junge Kreativschaffende im Dreimühlenviertel ansiedeln. So ist in letzter Zeit ein Generationenwechsel zu spüren, der guttut und zu einer zeitgemäßen Mischung verhilft. Auffallend ist auch, wie international die Ausstellenden sind: Von Wurzeln in Österreich, der Schweiz, Spanien, Estland, Senegal, Nicaragua, Argentinien, Indonesien und Iran ist hier vieles vertreten.
Neu dabei sind in diesem Frühjahr unter anderen das »Büro Nr. 9«, in dem Natalie Squire und Matthias Mondon eine Melange aus eigenen Arbeiten und Gefundendem anbieten, zum Beispiel Fotodrucke und Postkarten sowie hinreißende Dioramen in Sardinenbüchsen. Außerdem der Druckenthusiast und Papierliebhaber Lutz Ring, der in seinem »studio floupink« mit dem Risographen, einer japanischen Schablonendruckmaschine, mit leuchtenden Druckfarben Artprints und Postkarten in Kleinserien druckt. Erstmals zu sehen sind auch Werke der deutsch-österreichischen Objekt- und Performance-Künstlerin Gabriele Kaiser-Schanz. Als Gastausstellerin bei Tine Hohenberger zeigt sie von Naturformen inspirierte Objekte, die sie mit dem Werkstoff Papier in biomorphe Gebilde transformiert.
Im Werkraum Pesenbach sind mit Carolin Bauer und Eva Wawrschin letztes Jahr zwei junge Keramikerinnen eingezogen, die ihren Meister auf der Keramikschule in Landshut gemacht haben und so ihre Selbständigkeit wagen. Im Concept-Store »2030« bietet Kathi Güthoff eine Bühne für nachhaltige Produkte und innovative Macher*innen und zeigt immer wieder neue Arbeiten von Künstler*innen. Und am Baldeplatz stellt der umtriebige Fotograf Andreas Bohnenstengel München-Motive aus. Im Sommer ist Bohnenstengel oft dort anzutreffen – er möchte den öffentlichen Raum als leicht zugänglichen Ausstellungsort nutzen, denn ihm ist ein Anliegen, dass seine Werke von möglichst vielen Menschen gesehen werden.
Öffnungszeiten der Werkstätten, Ateliers und Läden
Samstag, 25. April 2026 | 12–19 Uhr
Sonntag, 26. April 2026 | 12–19 Uhr
Pressekontakt und Bildanfragen
Julia von Esebeck | +49 (0) 172 43 63 272 | juli@juliavonesebeck.de